Geschichte
Am Anfang stand das Pferd
02.01.2006 - 01:35

Am Anfang stand das Pferd
Erst allmählich begann der Aufbau von regelmäßigen Linenverbindungen mit einem Omnibus. Den Beginn setzten zuerst die großen Städte, die innerhalb der Stadt oder zur Verbindung mit Vororten eine Omnibuslinie einrichteten. Meistens gingen diese Linien auf private Initiativen zurück und es mußte auch mancher Rückschlag hingenommen werden. Aber eines hatten alle gemeinsam: Ihre Omnibusse wurden von Pferden gezogen.

So begann sich allmählich der Omnibus-Linienverkehr immer mehr zu verbreiten. Aber sein größter Konkurrent die "Schiene" war auch nicht untätig. Immer mehr Strecken wurden mit Schienen ausgestattet und da auf den Schienen der Verkehr rentabler durchzuführen war, dauerte es meist nicht lange, bis der Pferde-Omnibus nicht mehr verkehrte. Dies dauerte vielfach bis in die 20ger Jahre des 20. Jahrhunderts an. Dann trat verstärkt der Motor-Omnibus seine Siegeszug an und die Verdrängung ging in die umgekehrte Reihenfolge.

Aber auch eine andere Art des Omnibusses begann sich zu etablieren, der "Ausflugs-Omnibus". Zu bestimmten Zeiten, vornehmlich am Sonntag, gab es bereits Fuhrwerke, die einen sogenannten "Omnibusverkehr" zu Ausflugszielen in die nähere Umgebung durchführten.

"Sechser Omnibus" der Berliner-Spediteur-Verein-Actiengesellschaft. Einer der letzten Wagen aus dem Jahre 1908.


Einer der letzten Omnibusse der Hamburger B.O.A.G. um 1890 - ein echter Doppeldecker mit geschlossenem Verdeck.

Doch ein "Omnibus-Modell" zeigte sich schon bald auf den Straßen, das es auch heute noch gibt, der "Doppeldecker".

Am Anfang waren es nur die "Pferde-Omnibusse", die zusätzlich sogenannte "Decksplätze" hatten. Doch bald begann man Fahrzeuge zu bauen, bei denen das "Oberdeck" genauso geschlossen war, wie das "Unterdeck". Das es mitunter schwierig war in das "Oberdeck" zu gelangen, zeugen manche Stiche und Karikaturen. Trotzdem behielt man größtenteils diese Bauweise bei, da auch am Anfang des Omnibusverkehrs die Devise lautete "Möglichst viele Fahrgäste mit möglichst wenig Fahrzeugen (Fuhrwerken) zu befördern".


admin


gedruckt am 13.08.2020 - 01:29
http://www.omnibusarchiv.de/include.php?path=content&contentid=46