Geschichte
Hotelomnibusse
10.01.2006 - 17:16

Hotelomnibusse
Eine weitere Variante des Omnibusverkehrs waren die "Hotel-Omnibusse". Je nach dem Bedarf des Hoteliers, variierte die Größe des Wagens. In der Regel wurden aber Fahrzeuge mit 6-8 Sitzplätzen verwendet, in denen auch das Gepäck der Gäste befördert werden konnte.

Das Bild links zeigt ein Pferdefuhrwerk, das für den genannten Zweck noch als primitiv bezeichnet werden darf, während das zweite Bild schon einen eleganten Motorwagen zeigt.

Außerdem erfüllten diese Hotel-Omnibusse noch einen anderen Zweck: Mit ihnen wurden auch Ausflugsfahrten in die Umgebung durchgeführt, da immer mehr Leute sich eine Reise leisten konnten und diese nicht nur von den Erlebnissen im Hotel und am Strandbad zu Hause erzählen wollten.

Diese "Hotel-Omnibusse" konnte man auch nicht bei einem Hersteller kaufen, sondern mußte ihn sich bei einer Karosseriefirma "anfertigen" lassen, da die Hersteller nur das Fahrgestell und den Motor lieferten.



Solche "maßgeschneiderten" Fahrzeuge waren dann auch die Attraktion auf Ausstellungen. Bei vielen hieß es dann etwa: Die Karosseriefirma X zeigte einen schönen Omnibus auf Y-Fahrgestell.

Es war kein Zufall, daß die bekanntesten Karosseriefirmen aus dem Wagenbauerhandwerk kamen. Wer Weitblick hatte, erkannte schnell, daß es mit dem Pferdefuhrwerk bergab ging und dem Motorwagen die Zukunft gehörte. Auch Kässbohrer, in dessen Werken später der SETRA-Omnibus gebaut wurde, entstand aus einer Wagnerei.


admin


gedruckt am 02.04.2020 - 18:15
http://www.omnibusarchiv.de/include.php?path=content&contentid=59