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  Henschel Werk Kassel
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19.08.2010 von admin


Rettung bringt der Einstieg ins Nutzfahrzeuggeschäft

Er macht sich entschlossen ans Werk. Noch 1924 erweitert er die Produktpalette um Straßenbaumaschinen, 1925 steigt er in den Lkw-Bau ein. 1925 fertigt das Unternehmen einen ersten Lkw. Der basiert auf einer Lizenz des schweizerischen Lkw-Herstellers FBW (Franz Brozincevic aus Wetzikon), verfügt über fünf Tonnen Nutzlast und einen Motor mit 50 PS. Noch im gleichen Jahr erweitert Henschel das Lkw-Angebot um ein gestandenes Programm von Lastwagen von drei bis sechs Tonnen Nutzlast. Und legt zugleich auch einen ersten Omnibus auf, der für 24 Passagiere konzipiert ist.

Nun konzentriert sich Henschel in den Jahren bis zum Zweiten Weltkrieg zunehmend auf den Bau von Lokomotiven und Nutzfahrzeugen. Das Familienunternehmen übernimmt unter anderem anno 1930 den Lokomotivenbau von Linke-Hofmann-Busch in Breslau. Und lange bevor Henschel und Hanomag bei den Nutzfahrzeugen zueinander finden, übernimmt Henschel schon im Jahr 1931 die Lokomotivenfertigung von Hanomag in Hannover.


Henschels erster Lastwagen

Innovationen am laufenden Band

Im Nutzfahrzeugbau macht Henschel Furore durch Innovationen wie ein patentiertes Fahrerhaus mit Liege (1929) oder einen hydraulisch betätigten Kipper (1930). Ein erster Henschel-Dreiachser namens „Querfeldein“ war bereits 1928 gekommen und sollte später eine große Karriere machen: 22.000 Einheiten ordert die Wehrmacht zwischen 1933 und 1945. Der sechszackige Stern übrigens, später das Kennzeichen aller Henschel-Lkw, findet sich bis in die 30er Jahre nur auf Radnaben, Prospekten und Briefköpfen. Er stammt ursprünglich aus dem Wappen der Ehefrau Carl Anton Henschels, Vorgänger von Oscar Robert Henschel.

250 PS aus zwei parallel zueinander eingebauten Sechszylinder-Benzinern schließlich sind anno 1931 eine Sensation. Gedacht ist das Powerpack für den Reisebus, der auf den wenig später gebauten Autobahnen vermeintlich seligen Zeiten entgegenschreitet. Just im Jahr 1931 startet Henschel zugleich eine eigene Motorenentwicklung und entscheidet sich für das Lanova-Verfahren des Münchener Ingenieurs Franz Lang. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Direkteinspritzer und Kammermotor, die den Vorzug hat, dass das Vorglühen entfallen kann.


Henschel 35 H 3 mit 250 PS


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