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  Fritz Fleischer
Ehemalige Bushersteller   Fritz Fleischer
01.09.2007 von admin


Nach einem Zwischenspiel in der Friedericistrasse zog man im Dezember 1939 in das endgültig neue Domizil in dem ehemaligen Parkrestaurant in Gera-Tinz. Mit diesem Umzug war dann auch die Umbenennung in „Fritz Fleischer Karosserie- und Fahrzeugfabrik“ verbunden.

Inzwischen war auch der 2. Weltkrieg ausgebrochen und man legte Fritz Fleischer nahe, Militärfahrzeuge zu bauen. Das lehnte er aber ab und verlegte sich dafür auf Reparaturen des Heimat-Kraftfahrparks Erfurt. Doch für Neuaufbauten gab es wegen des Krieges fast keine Aufträge, so dass man sich wieder verstärkt der Produktion von Wintersportartikeln widmete.

Nach dem Krieg, man hatte einen Luftangriff leidlich überstanden, explodierte im Juli 1954 das nahe gelegene Gaswerk und gab den Gebäuden des Betriebes den Rest. Nun stand erst einmal der Wiederaufbau an erster Stelle. Im September konnte man dann wieder den Betrieb aufnehmen. Dieser bestand in erster Linie aus Reparaturen und dem Aufbau von Mannschaftswagen für die sowjetische Armee. Fritz Fleischer hatte inzwischen auch das Hauptaugenmerk auf die Karosserierung von Großfahrzeugen, vornehmlich Baufahrzeuge für den Wiederaufbau, gelegt. An Omnibusse dachte zu der damaligen Zeit jedoch noch niemand.

Inzwischen begannen, auch bei Fleischer, die ersten Repressalien gegen private Unternehmen des sogenannten „Arbeiter- und Bauernstaates“. Davon blieben selbst die Kinder teilweise nicht verschont. Wohl mit ein Grund, dass sich Hans Fleischer, der Sohn des Firmengründers, alsbald in den Westen absetzte. Doch Fritz Fleischer blieb und versuchte den Betrieb wieder „flott“ zu kriegen. Anfangs noch mit einigen Pkw-Karosserien, doch schon ab 1947 erfolgten die ersten Omnibusaufbauten. Treibende Kraft dabei dürfte Martin Seipolt gewesen sein, der inzwischen bei Fleischer als Konstrukteur angefangen hatte.

Die ersten Aufbauten erfolgten dann auch in der bis dahin üblichen Gemischtbauweise. Die Kunden lieferten das Fahrgestell an und Fleischer baute darauf dann die Omnibuskarosserie. Doch so leicht wie sich das hier liest, war es nicht. Schon damals war es schwierig bis fast unmöglich, das benötigte Material zu bekommen. Kompensationsgeschäfte waren oft der einzige Ausweg.


Der erste Omnibusaufbau von Fleischer ca. 1947.


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