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Ehemalige Bushersteller   Magirus-Deutz
16.10.2007 von admin


Nachfolger der TR-Baureihe wurde 1978 der R 119, der als „M 2000“ vermarktet wurde. Er basierte auf dem Fiat-Fahrgestell 370 F und verfügte bei Starrachsen vorne und hinten über Luftfederung. Angetrieben wurde er von einem 256 PS V 8-Motor. Gebaut wurden die ersten Busse allerdings bei der ehemaligen Fiat-Karosseriefabrik Cameri in Italien.


Magirus M 2000 von 1978

Das Mainzer Werk baute noch die L 117-Fahrwerksgruppe und gab dieses als Economy-Fahrgestell auch an andere Aufbauer ab. Dazu kam noch der Typ L 80 mit 17 Sitz- und 31 Stehplätzen. Dieser Bus war für den Zubringer- und Schülerverkehr gedacht.

Unter IVECO wurden große Investitionen getätigt, um das Mainzer Omnibuswerk wieder wettbewerbsfähig zu machen. So wurde unter anderem eine neue Montagehalle in Mainz-Mombach gebaut. Hier fand dann die Serienfertigung des Gelenkbusses SH 170 statt.

Doch obwohl viel Geld in die Omnibusfertigung floss, war das Ergebnis unbefriedigend. In dem immer mehr zusammengeschrumpften Typenprogramm war es lediglich der R 81, ein Nachfolger des R 80, der noch gute Absatzzahlen erreichte. 1981 waren die Verkaufszahlen wieder unter 1.200 Komplettfahrzeuge gesunken. In Deutschland konnten nur ca. 345 Busse abgesetzt werden. Das Ulmer Werk machte bei einem Umsatz von 170 Millionen einen Verlust von 65 Millionen. Da wundert es niemand, dass das Mainzer Werk 1982 geschlossen werden sollte. Überraschend war allerdings, dass dieses Werk dann noch im Jahr 1982 den Ü 80-Typ vorstellte.

Trotz alledem, das Werk in Mainz schloss 1982 seine Pforten. In Ulm arbeitete noch bis 1989 bzw. 1992 die Konstruktions- und Design-Abteilung weiter. Beide Abteilungen hatten maßgeblichen Anteil an der Entwicklung des neuen Reisebusses „EuroClass“, der 1992 von der IVECO-Gruppe vorgestellt wurde.

Inzwischen werden die Busse von IVECO unter dem Namen „Irisbus“ vermarktet. Irisbus ist ein Zusammenschluss mehrerer Omnibushersteller.


Magirus M 120 R 81 von 1978


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